Künstlicher Gelenkersatz
Allgemeines
Wir vertreten die Meinung, dass für den Patienten in jedem Fall die beste Lösung für sein oder ihr Knieproblem gefunden werden muss und dass in unserer Angebotspalette nichts fehlen darf. So haben wir neben den gelenkerhaltenden Operationen im Sinne der Bioprothese, wie sie z.B. durch die Kombination Abrasion - Umstellung - Stammzellen ensteht, auch die Endoprothetik, d.h. den künstlichen Kniegelenkersatz, immer angeboten.
In welchen Fällen ersetzt man das Kniegelenk?
Unter besonderen Umständen, vor allem wenn es sich um ältere und nicht mehr sehr aktive Menschen handelt, aber auch bei stark deformierten Gelenken, in denen praktisch alle Teile des Gelenks schwer beschädigt sind, bleibt oft nichts weiter übrig, als ein künstliches Kniegelenk ins Auge zu fassen. Dabei werden die beschädigten Flächen ersetzt, entweder in Form eines Teilersatzes (Schlittenprothese) oder auch als sogenannte Totalprothese mit Ersatz aller Flächen. Ob die Kniescheibenrückfläche ebenfalls mitersetzt wird, hängt vom Mitbefall dieses Gelenkabschnitts ab. Das künstliche Kniegelenk kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn entweder die oben genannten Faktoren gegeben sind oder aber reparative Methoden wie z.B. die Abrasionsarthroplastik fehlgeschlagen sind.
Wie erfolgreich ist diese Behandlung?
Das künstliche Kniegelenk ist besser als sein Ruf. Durch den Ersatz der verlorengegangenen Knorpelflächen mit Metall bzw. Plastikflächen (aus Polyethylen) kann der Schmerz in aller Regel zuverlässig beseitigt werden, vor allem für Alltagsbelastungen. Stärkere Belastungen sind aufgrund der Gefährdung im Hinblick auf eine Prothesenlockerung aber auch auf einen vermehrten Verschleiß des Polyethylens nicht empfehlenswert. Die Prothesenteile werden bei jüngeren Patienten ohne Knochenzement durch sogenanntes "Press Fit", eingesetzt, während bei älteren Patienten zur Befestigung sogenannten Knochenzement (ein schnell aushärtendes Polymer) benutzt wird. Bei guter Operationstechnik und richtigem Umgang mit dem "neuen Knie" durch den Patienten sind die Ergebnisse nach derartigen Operationen sehr gut.
Wann kann ich mich wieder normal bewegen?
Nach einem stationären Aufenthalt von etwa vier bis fünf Tagen organisieren wir in der Regel einen Anschlußaufenthalt in einer speziell darauf eingerichteten Reha-Klinik, wo der Patient dann noch etwa einmal für drei bis vier Wochen verbleibt. Bei der Entlassung aus der Reha-Klinik kann das Gelenk dann normalerweise ohne Krücken belastet werden und die Bewältigung des Alltags dürfte dann keine wesentlichen Probleme mehr bereiten, wenngleich noch für zwei bis drei Monate eine ambulante Rehabilitation fortgesetzt werden sollte.
Wie lange werde ich arbeitsunfähig sein?
Nach einer Knieprothesenoperation, auch nach einer Teilprothese, sollte eine Arbeitsunfähigkeit von etwa sechs bis acht Wochen einkalkuliert werden, vor allem wegen des notwendigen und sinnvollen Rehaklinikaufenthalts.
Wie sieht es mit der Rückkehr zum Sport aus?
Radfahren, Schwimmen, Golf und Wandern sowie leichtes Krafttraining stellen kein Problem nach einer Knieprothesenoperation dar. Sportarten, die allerdings Stöße oder Verdrehungen auf das Gelenk bringen, sollten nach derartigen Operationen auf Dauer gemieden werden.
Detaillierte Informationen über einen künstlichen Kniegelenksersatz























