Knie Zentrum Professor Toft

Detaillierte Informationen zu künstlichen Kniegelenksersätzen

Die Erhaltung des eigenen Gelenkes muss höchste Priorität haben. Durch Bandstabilisierungen, Achskorrekturen und Knorpelbehandlungen können viele, auch fortgeschrittene Arthrosen, langfristig zur größten Zufriedenheit der Patienten behandelt werden. Erst wenn diese Maßnahmen ausgeschöpft sind, oder Alter und Allgemeinzustand des Patienten eine rasche Mobilisierung erfordern, ist die Indikation zur Versorgung mit einer Schlitten- oder Totalprothese des Kniegelenkes gegeben.

Bei einseitigen Arthrosen des Kniegelenkes verwenden wir in der Regel Schlittenprothesen, die über einen minimal-invasiven, lediglich ca. 8 cm Zugang eingesetzt werden.

Sind innere und äußere Gelenkanteile hochgradig verschlissen, so wird ein kompletter Oberflächenersatz verwendet. Bei älteren Patienten werden die Metallkomponenten einzementiert, bei jüngeren Patienten mit kräftigen Knochen verwenden wir zementfreie eingebrachte Prothesen, vorzugsweise aus reinem Titan.

Dieses Material hat mehrere Vorteile gegenüber anderen Legierungen. Einerseits ist die Verträglichkeit erheblich besser, da Titan ein extrem niedriges Allergiepotential besitzt. Zum anderen ist Titan ein relativ weiches Metall, das sich den Eigenschaften des Knochens erheblich besser anpasst als andere Legierungen. Lockerung durch Scherkräfte am Übergang vom Knochen zur Prothese werde dadurch vermieden. Die Oberfläche des von uns verwendeten „Alpenknies“ ist durch eine spezielle Beschichtung so hart und verschleissarm wie Keramik.

Vor allem bei Frauen mit zierlichem, feinem Knochenbau verwenden wir spezielle Implantate der Firma Zimmer, bei denen das Design der Prothese der speziellen Form des weiblichen Kniegelenkes Rechnung trägt. Hierdurch kann eine größtmögliche Beweglichkeit bei guter Stabilität erreicht werden.

Ist ein besonders großer Bewegungsumfang von über 120 Grad erforderlich, wie z.B. bei Patienten, die eine kniende Tätigkeit durchführen, verwenden wir das „Flex Mobile Knie“ der Firma Zimmer. Durch die richtige Auswahl der Prothesen kann somit eine erhebliche Funktionsverbesserung erreicht werden.


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