Stammzelltherapie – erhöhte Heilungschance auf natürlichem Weg
Seit einiger Zeit schon sind wir in der Lage, Stammzellen aus dem Knochenmark eines Patienten zu entnehmen. Diese Stammzellen können sich in jede benötigte Zellart verwandeln, was normale Zellen nicht können. So kann sich zum Beispiel eine Muskelzelle lediglich wieder in eine Muskelzelle verwandeln, nicht aber in eine Knochenzelle.
Stammzellen übernehmen so zu sagen, alle Reparaturaufgaben im Körper und ersetzen somit Gewebedefekte oder Gewebsverluste. Normalerweise wird jede Zelle im Körper alle 7 bis 8 Jahre erneuert.
Unter Narkose gewinnen wir aus dem Beckenkamm Knochenmark, welches gleich im Anschluss daran, mittels einer mehrstufigen Zentrifuge verarbeitet wird. Die bisherige Methode zur Gewinnung von Stammzellen im Labor, die meist einige Wochen dauert, entfällt bei unserer Vorgehensweise. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch ein zweiter Eingriff überflüssig wird, da die gewonnenen Zellen sofort auf den Gewebedefekt aufgebracht werden können. Diese Zellen suchen dann im neuen Zellverband Kontakt zueinander.
Das Stammzellkonzentrat enthält alle nötigen biologischen Bausteine, um bestimmte Gewebe wieder herzustellen oder neu zu bilden. Durch die so vermehrte Anzahl an regenerativen Zellen wird die Fähigkeit des Körpers sich selbst zu heilen wesentlich erhöht.
Sowohl bei Knochen - als auch Knorpeldefekten ist die Stammzelltherapie erfolgsversprechend, da Stammzellen in der Lage sind, sich je nach Gewebeart zu differenzieren und somit zu neuen Knorpelzellen umzuwandeln.
Derzeit werden in der Starmed Klinik Vergleichsstudien durchgeführt, die belegen sollen, in wieweit eine schnellere Heilung eines Knorpeldefekts durch das Einbringen von Stammzellen möglich ist.
Dr. Toft führt den Eingriff arthroskopisch durch, was diese Operation sehr schonend macht. Die folgenden Bilder zeigen die Entnahme der Stammzellen und das Einbringen der gewonnen Zellen in das Knie.

aus dem Beckenknochen eines Patienten (1)

aus dem Beckenknochen eines Patienten (2)


arthroskopisch auf den Knorpeldefekt
























