Knie Zentrum Professor Toft

News

So fand ich ins Leben zurück

20.4.2010 - diezwei - Artikel

Sie litt unter unerträglichen Schmerzen, konnte nur auf Krücken gehen, war zur Bewegungslosigkeit verdammt. "Als mein Mann mir einen Heiratsantrag machte, hat mir jemand mit einer Leuchtrakete beide Knie kaputt geschossen", sagt Susann Hagen (43). Heute geht es der Architektin aus dem bayerischen Neumarkt wieder gut: "Ich ließ mir gezüchtete Knorpelzellen transplantieren."

Silvester 2006 auf Fuerteventura: Mit ihrem Lebensgefährten Thomas (45) guckt sich Susann das Mitternachts-Feuerwerk an. Thomas zieht ein Päckchen aus der Tasche. "Willst du...", setzt er an. "In dem Moment spürte ich einen Schlag an den Beinen." Sie schreit auf, sieht Blut, zerfetztes Fleisch, Knochensplitter, ihre Knie leuchten wie Glühwürmchen. Jemand hat mit einer SOS-Pistole geschossen und sie getroffen. Erstversorgung im Inselkrankenhaus, am nächsten Tag wird Susann nach Hause geflogen, kommt sofort in die Klinik. Es ist höchste Zeit: Ihre Knie sind bereits septisch, Gewebe abgestorben. Eine Notoperation bewahrt sie vor der Amputation. Doch die Beine sind kaputt. "Früher war ich sehr sportlich, bin geritten, Ski gefahren, war Karatemeisterin", erzählt sie. Jetzt besteht ihr Leben aus Schmerzen. Auch ihren Beruf kann sie nicht mehr ausüben.

„Die Ärzte haben mir mein Leben zurückgegeben.“

Dann sieht die 43-Jährige im TV einen Bericht über Knorpelzell-Therapien bei zerstörten Kniegelenken im Knie-Zentrum Professor Toft in München: "Ich habe gleich am nächsten Tag einen Termin vereinbart." Der Eingriff  ist ein Erfolg: "Ich arbeite wieder, kann wieder zum Sport gehen, bin schmerzfrei - das Leben hat mich zurück."


Knorpelzell-Transplantation
Für eine Knorpelzell·Transplantation sind zwei Eingriffe nötig: Beim ersten wird ein reiskorngroßes Stück aus der noch vorhandenen Knorpelmasse und etwas Blut entnommen. In einem Bio-Tech-Labor werden die Knorpelzellen isoliert. Aus dem Patienten-Blut gewinnt man ein Serum. in dem die neuen Zellen angezüchtet werden. Nach sechs bis acht Wochen ist genug Knorpelmasse entstanden.

Die Technik der Transplantation variiert. Im Knie-Zentrum Professor Toft in München legt man unter einer kurzen Vollnarkose einen zwei Zentimeter großen Schnitt und träufelt die neuen Zellen in den Defekt. Dauer des Eingriffs: etwa eine halbe Stunde. Anschließend darf man das Bein mindestens sechs bis acht Wochen nicht belasten. Die Methode eignet sich in erster Linie für Schäden nach Unfällen oder einem so genannten Knorpel-Infarkt - aus unerklärlichen Gründen stirbt der Knorpel plötzlich ab.




Der Originalartikel als PDF-Datei

Eine Übersicht aller News finden Sie im Pressespiegel