Knie Zentrum Professor Toft

Arthroskopie

Mit Hilfe einer dünnen, beleuchteten Optik (Arthroskop) kann das Gelenk vollständig betrachtet werden. An die Optik ist eine Mikrovideokamera angeschlossen, welche das Bild auf einen hoch auflösenden Monitor überträgt.

Um die Gelenkstrukturen besser betrachten zu können, wird das Gelenk mit einer sterilen Flüssigkeit aufgefüllt und gespült. Das Arthroskop wird dann über eine kleine Stichöffnung, welche sich auf der Schulterrückseite befindet, in das Gelenk eingeführt. Über eine weitere kleine Öffnung auf der Vorderseite des Gelenkes wird eine Tastsonde eingeführt, mit welcher die einzelnen Strukturen des Gelenkes überprüft werden können. Auf diese Weise erlangt der Operateur präzise Erkenntnisse über den Zustand und die Qualität der Gewebestrukturen. Dabei erfordern die Beurteilung und die Einschätzung der gefundenen Veränderungen ein hohes Maß an Erfahrung, um Befunde weder über- noch unterzubewerten. Da uns die moderne Arthroskopie in kompetenten Schulterzentren nicht als reines diagnostisches Hilfsmittel dient – die wesentliche Diagnose muss vor dem operativen Eingriff bekannt sein -, dient die Arthroskopie heute vielmehr überwiegend therapeutischen Zwecken. Das heißt, wenn krankhafte Zusatzbefunde festgestellt bzw. die im Vorfeld bekannten Verletzungen oder Veränderungen objektiviert werden, kann gleich mit der arthroskopischen Operation in derselben Sitzung fortgefahren werden.

Schmerzhafte Schultern, Einschränkungen der Schulterbeweglichkeit, Kalkeinlagerungen, Engpassprobleme, Risse der Rotatorenmanschette oder auch Schulterinstabilitäten können mit dieser Operationstechnik optimal behandelt werden. Aber auch Arthrosen des Schultergelenkes lassen sich in einem frühen bzw. noch nicht groß bewegungslimitierten Stadium recht günstig arthroskopisch behandeln (Bioprothese). Die Schmerzen nach arthroskopischen Eingriffen sind gering bis kaum vorhanden, das Gelenk kann sehr früh bewegt und belastet werden. Narben sind kaum sichtbar. Die meisten Eingriffe sind kurzstationär durchführbar.

Minimal-invasive Verfahren, wie sie die Arthroskopie darstellt, müssen allerdings nicht zwangsläufig atraumatisch sein. Das Ziel, vernachlässigbar kleine innere Narben zu schaffen, setzt ein Höchstmaß an Kompetenz, Know-how sowie eine modernste instrumentelle Ausstattung voraus. Ansonsten kann es passieren, dass ein vordergründig minimalinvasives Verfahren durchaus irreparable Schäden hinterlässt. Dieses gilt es zum Wohle unserer Patienten zu vermeiden. Ob der jüngere Olympiaathlet mit maximalen Ansprüchen an seine sportliche Belastungsfähigkeit oder der ältere bis alte Patient mit der Hoffnung auf eine schmerzfreie Bewegungsfähigkeit seines Armes – alle diese Ansprüche müssen kein realitätsfremder Wunsch bleiben. Sie lassen sich im Rahmen eines State-of-the-Art-Teamworks von Schulterspezialist, Patient, Physiotherapeut und ggf. Trainer realisieren.