Knie Zentrum Professor Toft

Der erste Schritt: die korrekte Diagnose

Die Ursache schulterspezifischer Beschwerden kann durch eine sorgfältige Untersuchung sehr präzise analysiert werden. Die häufig als Ursache angeführten Probleme der Halswirbelsäule lassen sich eindeutig von schulterspezifischen Ursachen differenzieren. Neben einer sorgfältigen Erhebung der Krankengeschichte, welche uns bereits durch die Charakteristik und Lokalisation der Beschwerden den richtigen Weg weist, erfolgt eine Präzisierung der Diagnosefindung durch eine systematische klinische Untersuchung mit Spezialtests, unterstützt durch bildgebende Verfahren. Die konventionelle Röntgenuntersuchung hat trotz Entwicklung modernster kernspintomographischer Techniken weiterhin ihren großen Stellenwert. Die Durchführung konventionell radiologischer Spezialaufnahmen ermöglicht es uns, z. B. knöcherne Engpassprobleme nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ zu beurteilen. Sie kann nicht durch andere moderne Bildgebungsverfahren ersetzt werden, da sie ergänzende Aspekte respektiert. Die bildgebende Untersuchung wird ergänzt durch die Ultraschalluntersuchung beider Schultergelenke.

Hierdurch lassen sich nicht nur Seitdifferenzen beurteilen. Insbesondere die Tatsache, dass es sich hier um ein dynamisches Untersuchungsverfahren handelt, welches insbesondere die Strukturen der Rotatorenmanschette unter der Bewegung des Armes recht gut analysiert, lässt es zu einem unverzichtbaren Bestandteil der modernen Schulteruntersuchungstechnik werden. Last, but not least ergänzt die Kernspintomographie (MRI) den Informationstransfer als notwendige Voraussetzung zur Präzisierung der Diagnose und damit zur selektiven und differenzierten Planung einer konservativen oder operativen Behandlung des Krankheits- bzw. Verletzungsbildes. Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie genannt, beruht auf einer sehr komplizierten Technologie.

Die Kernspinbilder entstehen, einfach ausgedrückt, dadurch, dass die Atome und Moleküle der einzelnen Gewebe in unterschiedlicher Weise angeregt werden. Diese von Gewebe zu Gewebe unterschiedliche Reaktion wird dann in unterschiedlichen Graustufen der Bilder ausgedrückt, und durch die sehr feine Auflösung wird eine genaue Diagnose über den Zustand der Gewebe möglich. In den von uns eingesetzten modernen Kernspintomographen muss man nicht mehr „in die Röhre geschoben” werden, was bei vielen Patienten ein Gefühl der Klaustrophobie ausgelöst hat, ganz abgesehen von den ebenfalls unangenehmen lauten Begleitgeräuschen.

Im Rahmen spezieller Fragestellungen ist es zudem möglich, entzündlich veränderte Gewebsstrukturen durch die vorherige intravenöse Gabe eines Kontrastmittels noch eindrucksvoller darzustellen. Die Kernspintomographie gibt uns nicht nur in der Behandlung des Hochleistungssportlers das letzte Quäntchen Information und Sicherheit, welches es benötigt, eine konservative oder gar eine operative Behandlung präzise planen zu können.

Präzise Schadensdarstellg. im MRI


Röntgenspezialaufnahme


Röntgenspezialaufnahme 2



Eine spezialisierte klinische Untersuchungstechnik sowie die Gesamtheit der bildgebenden Informationen versetzten uns in die Lage, nicht nur das Ausmaß des Schadens und den therapeutischen Aufwand abschätzen zu können, sondern vielmehr auch eine Prognose hinsichtlich der funktionellen Wiederherstellung bis hin zu sportlichen Höchstbelastungen stellen zu können.