Knie Zentrum Professor Toft

Schulterprothese

Die endoprothetische Rekonstruktion arthrotisch veränderter Schultergelenke hat in den letzten 10 Jahren einen erheblichen Aufschwung erlebt. Während der künstliche Ersatz von Hüft- und Kniegelenken mittlerweile standardisiert und ausgereift ist, hinkt die technisch wesentlich aufwändigere Schultergelenkendoprothetik noch hinterher. In ausgewählten Zentren ist es heutzutage jedoch möglich, hervorragendes operatives Know-how mit dem immensen technischen Fortschritt der modernen Schultergelenkendoprothetik zu kombinieren. Eine hervorragende therapeutische Chance bietet als Ultima ratio der endoprothetische Ersatz der zerstörten Gelenkflächen.

Ziel des Gelenkflächenersatzes sind Schmerzfreiheit und eine deutliche Verbesserung der meist weitestgehend eingesteiften Schultergelenkfunktion. Nicht unwichtig für ein perfektes funktionelles Ergebnis ist der optimale Zeitpunkt der Operation. Es sollte idealerweise nicht so lange zugewartet werden, bis das Schultergelenk vollständig einsteift. Selbstverständlich ist auch dann die Möglichkeit gegeben, mit operationstechnischen Finessen eine ausreichende und mehr als zufrieden stellende Funktion zu erreichen. Eine gute präoperative Schulterbeweglichkeit bedeutet ohne größeren operativen Aufwand postoperativ eine hervorragende Funktion. Nicht wenige unserer Patienten sind begeisterte Golfspieler, welche ihren geliebten Sport aufgeben mussten. Nicht nur unsere eigene Erfahrung, sondern vor allem auch diejenige bekannter amerikanischer Schulterzentren unterstützt den Wunsch und den Anspruch unserer Patienten, auf den geliebten Golfsport nicht verzichten zu müssen bzw. ihn wieder beginnen zu können. Neben der schmerzhaften Zerstörung des Schultergelenkes durch degenerativen Verschleiß (Arthrose) sind auch die rheumatoide Arthritis, die Oberarmkopfnekrose sowie der Oberarmkopfbruch dankenswerte Indikationen, um mit gutem Erfolg einen Gelenkflächenersatz durchzuführen. Auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Erkrankung ausgerichtet, stehen verschiedene Prothesenkomponenten zur Verfügung.

Prinzip einer modernen Totalprothese


Prinzip eines Oberflächenersatzes


Oberflächenersatz am Oberarmkopf



Röntgenbild einer Totalprothese

Der primäre Klinikaufenthalt erfolgt kurzstationär. Es schließt sich idealerweise eine stationäre Rehabilitation in einem therapeutischen Schulterkompetenzzentrum über einen Zeitraum von 3–4 Wochen an. Die physiotherapeutische Behandlung wird anschließend ambulant durch ausgewählte Therapeuten fortgesetzt. Die Nachbehandlung erfolgt auch hier frühfunktionell ab dem 1. Tag nach der Operation ohne wesentliche Ruhigstellung. Ein Training der Gelenkbeweglichkeit erfolgt bereits nach 2 Wochen im Wasser. Neben der physiotherapeutischen Behandlung schließt sich frühzeitig ein spezielles Training der unterentwickelten Muskelgruppen an. Eine regelmäßige Kontrolle in definierten Zeitabständen mit Kontrollierung des Rehabilitationsverlaufes erfolgt durch uns. Die enge kommunikative Verflechtung von Operateur und nachbehandelnden Physiotherapeuten garantiert ein Höchstmaß an Sicherheit und optimiert das postoperative Ergebnis hinsichtlich Funktionsgewinn und Schmerzfreiheit.
Golfspielerin mit beidseitiger Totalprothese